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Grosse Maderaner Rundtour

Charakter der Tour

Die Grosse Maderaner Rundtour lässt Sie eines der ursprünglichsten und intaktesten Bergtäler der Schweiz entdecken. Sie erleben dabei seine wilde Schönheit aus allen Blickwinkeln. Gross Windgällen, Gross Düssi, Oberalpstock und Bristen begleiten Sie täglich. Wilde Gletscher, saftige Alpweiden, eine vielfältige Flora und Fauna und gemütliche Berghütten begegnen Ihnen auf Ihrer Tour.
Die Etappe Cavardirashütte - Etzlihütte führt über den Brunnifirn. Elementare Kenntnisse sowie entsprechende Ausrüstung für Gletschertouren müssen vorhanden sein.

Übersicht

Ausgangs- und Endpunkt: Bristen, Talstation Golzernseilbahn

Hütten:
Windgällenhütte: 041 885 10 88
Hüfihütte: 041 885 14 75
Hinterbalm: 041 883 19 39
Cavardirashütte: 081 947 57 47
Etzlihütte: 041 820 22 88

Zeitbedarf: 5 Tage

Schwierigkeit: Meist sehr gut markierte Tour mit einfacher Gletscherpassage

Ausrüstung:
Gute Bergschuhe, Gletscherausrüstung für 4. Etappe, Orientierungsmittel

Landeskarten: 1:25'000 Blatt 1212 Amsteg und Blatt 1192 Schächental oder Urner Wander- und Bikekarte Maderanertal

> zur Online-Karte

Achtung: Infolge Felssturz bleibt das Val Strem (südlicher Teil) weiterhin gesperrt. Die Normalroute der Grossen Maderaner Rundtour ist davon nicht betroffen, da die Route nördlich der Sperrzone verläuft.
> Infos Sperrzone Val Strem [325 KB]

1. Tag: Bristen - Windgällenhütte (2.5 h)

Pause über dem Golzernsee
Pause über dem Golzernsee

Die Talstation der Golzernseilbahn (ca. 830 m) liegt etwa 1.5 km hinter dem Dorf Bristen und ist mit dem Postauto erreichbar (Endstation). Von der Bergstation Golzern (1395 m) führt Sie der Weg flach in östlicher Richtung zum Golzernsee (Bademöglichkeit). Beim letzten Haus von Golzern (Seewen, 1423 m) zweigt der Weg links ab. Über Wiesen und durch lichten Wald in allgemein NE-Richtung aufsteigen. Über Schisseneggen führt der Weg zu einem markanten Steinmann auf einer kleinen Kuppe, welche den Blick frei gibt auf die eindrückliche Windgällenkette und die Hütte. Kurz danach nehmen Sie den linken Weg, welcher in nördlicher Richtung entlang des Stäfelbachs zur Windgällenhütte (2032 m) führt.

Achtung: Im Sommer 2018 bleibt die Hüfihütte wegen Umbauarbeiten geschlossen. Als alternative Übernachtungsmöglichkeit bietet sich die Hinterbalmhütte an.

2. Tag: Windgällenhütte - Hüfihütte (4 - 5 h)

Griesboden
Griesboden

Von der Windgällenhütte zur Stäfelalp (1927 m) absteigen und über Alpweiden leicht abfallend über Öfeli (1757 m) und Tritt. Brücken helfen bei viel Wasser, die Bäche zu queren. Nach der Überwindung des Felsbandes wendet sich der Weg scharf in SW-Richtung und erreicht in einigen Kehren Saas (1474 m). Hier nach links abbiegen und über Riedbödmer zum Chärstelenbach absteigen. Hier gelangt man auf den eigentlichen Hüfihüttenweg. Über das sprudelnde Bergwasser führt eine Brücke. Der Weg führt sofort links weg und von da fast geradlinig durch lichte Erlen zum Hüfital und weiter durch Geröll an den Fuss der Hüfistöcklenen. In N-Richtung auf den Grasrücken. In einigen Kehren hoch zur schon von weit unten gut sichtbaren Hüfihütte (2334 m).

Vom Blindensee kann auch direkt via Hinterbalm zur Cavardirashütte aufgestiegen werden.

3. Tag: Hüfi - Hinterbalm - Cavardirashütte (6 h)

Unterwegs auf dem Schafweg
Unterwegs auf dem Schafweg Hüfisee, Chalchschijen und Schärhorn

Von der Hütte steigt man auf dem markierten Weg über Unter Hüfi ab. Kurz nach Überqueren der Bachläufe vom Hüfital, bei den ersten Erlen, zweigt der eindrückliche "Schafpfad" links ab. Steil windet er sich durch die Felsbänder hoch, quert eine kleine Schlucht (Wegsicherungen) und erreicht schliesslich das Seelein von Murenplanggen. Nach kurzem Abstieg wird der Lammerbach überquert. Über die Düssialp erreicht man auf gutem Weg die Hütten von Hinterbalm (Übernachtungs- und Verpflegungsgelegenheit). Hier beginnt der Aufstieg zur Cavardirashütte. Der markierte Wanderweg folgt dem Brunnibach auf der E-Seite um bei Waltersfire (1900 m) über die Naturbrücke auf die andere Seite zu wechseln. Am imposanten Wasserfall beim Bocki vorbei zum Brunniboden. Über die wunderschöne Schwemmebene zu den Ruinen von Brunnistafel (2061 m) und anschliessend auf eine Kuppe. Man darf die Abzweigung nach links nicht verpassen um über einen Steg auf die E-Seite des Baches zu gelangen. Erst noch flach, dann immer mehr ansteigend führt der Weg über Ochsenplanggen und Griess nach Bündner Biel. Steil aufsteigend zur gossen Markiertafel bei P. 2485 (Wegsicherungen). Über Geröll und Schnee die Mulde queren an den Fusse der Felsen. Den neuen Markierungen folgend und steil ansteigend zu P. 2602 am Rande des Brunnifirns. Hier wendet man sich nach links und folgt am Fusse des Gwasmet in E-Richtung dem Weg zur Camona da Cavardiras (2649 m).

4. Tag: Cavardirashütte - Etzlihütte (5 h)

Brunnifirn
Brunnifirn Bildquelle: www.cavardiras.ch

Von der Cavardirashütte am Fusse des Gwasmet entlang in SW-Richtung zu P. 2602 absteigen. Ein kurzes Stück auf der Route zum Brunnipass um bald schon beim "B" von Brichlig nach Westen abzuschwenken. Über die Ebene des Brunnifirns und zuletzt über einen Hang in gerader Linie zur Fuorcla da Strem Sut (2832 m). So vermeidet man den Aufstieg in den spaltenreichen Hängen unter dem Piz Acletta und Piz Ault. Über steiles Geröll und Schnee zum Seelein (2579 m) absteigen (ev. Pickel). Auf Wegspuren über die Moräne nach Plauncas Calmut und auf den Grund des Val Strem absteigen. Die verschiedenen Bachläufe werden möglichst weit oben direkt gequert oder weiter südlich über einen Steg. Wegspuren folgend gelangt man auf den markierten Weg, der von Sedrun her kommt und zum Chrüzlipass führt. Dieser steigt zuerst sanft in N-Richtung an, windet sich dann steil durch Felsrippen und wendet sich anschliessend in E-Richtung zum Chrüzlipass (2347 m). Am Fusse des Schafstöckli durchs Chrüzlital nach Müllersmatt (1987 m). In kurzem Gegenanstieg zur Etzlihütte (2052 m).

Konditionsstarke Alpinisten können die Besteigung des Oberalpstocks (3328 m) kombinieren. Ansonsten sollte ein Extratag für diese lohnende Gletschertour eingeplant werden.

Achtung: Diese Etappe führt über Gletscher. Entsprechende Kenntnisse und Ausrüstung sind unabdingbar! Für Gletscherunerfahrene besteht die Möglichkeit über den Brunnipass durchs Val Acletta nach Disentis abzusteigen. Mit dem Zug nach Sedrun und am nächsten Tag durchs Val Strem auf den Chrüzlipass und weiter zur Etzlihütte.

5. Tag: Etzlihütte - Bristen (3 h)

Blick zurück zur Etzlihütte
Blick zurück zur Etzlihütte Bildquelle: www.etzlihuette.ch

Von der Etzlihütte nach Müllersmatt (1987 m) absteigen, über Gulmen (1897 m) und Rossboden zum Tritt und hinunter zum Hintern Etzliboden (1329 m). Weiter zum Vorderen Etzliboden und auf dem Alpsträsschen zum Sagebrüggli (1084 m). Über den Steg auf die linke Seite des Etzlibachs. Dem Hang entlang und dann in steilem Zickzack hinunter auf den Boden des Maderanertals. In Steinmatt (784 m) führt die Brücke über den Chärstelenbach. Auf der Strasse nach Bristen.
Wer sein Fahrzeug bei der Golzernbahn abgestellt hat, bleibt beim Sagebrüggli auf der rechten Bachseite und verlässt das Strässchen erst nach Herrenlimi. Ein Fussweg führt direkt zur Talstation.