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Gross Windgällen E-Flanke

Charakter der Tour

Dieser gewaltige und schönste Berg der Kette imponiert von überall her durch das Profil seiner Steilwände. Er baut sich aus Hochgebirgskalk auf und ist, trotz der nicht immer leichten Besteigung, neben dem Chli Windgällen, der am häufigsten besuchte Gipfel der Kette. Wegen des Gletscherrückganges bereitet die Randkluft vielmals schon im Hochsommer etwelche Schwierigkeiten.
Der Aufstieg durch die E-Flanke wurde mit 12 fest montierten Eisenstangen etwas entschärft. Im Hochsommer bei vollständiger Ausaperung darf die Steinschlaggefahr nicht unterschätzt werden.
Alle anderen Routen an diesem Berg sind länger und schwieriger und werden nur selten begangen (mit Ausnahme der SE-Flanke). Seit einigen Jahren ist auf dem Gipfel eine Wetterstation (betrieben vom SLF) montiert.
Der W-Gipfel ist vom E-Gipfel durch eine tiefe Scharte getrennt.

Übersicht

Ausgangspunkt: Windgällenhütte AACZ (2032 m)

Route: Windgällenhütte (2032 m) - Stäfelfirn - E-Flanke - Gross Windgällen (3187 m)

Zeitbedarf: 4.5 h

Schwierigkeit: Kletterstellen im 2. und 3. Schwierigkeitsgrat, Randkluft manchmal schwierig zu überwinden

Ausrüstung:
Gletscher- und alpine Kletterausrüstung, 50 m-Seil, Schlingen, 4 Express

Landeskarten: 1:25'000 Blatt 1192 Schächental

Tourenbeschrieb

Von der Windgällenhütte folgt man zuerst dem nach N führenden weiss-blau markierten Weg, um dann in die kleine Mulde zwischen Scharz Berg und P. 2217 zu gelangen. Von hier zweigt der markierte Weg über das Untere Furggeli nach links ab. Von hier ansteigen über Geröll in einen flachen Sattel, um dann leicht absteigend zum hier entspringenden Stäfelbach zu gelangen. Sobald als möglich rechts (ostwärts) haltend auf den Stäfelfirn (rot markiert). Je nach Jahreszeit in einem mehr oder weniger grossen Bogen ostwärts ausholend zurück unter die S-Wand des Hölenstocks. Nun in den oberen flachen Teil des Gletschers und weiter an den Fuss des markanten Couloirs, das sich vom NE-Grat durch die ganze Flanke des Gross Windgällen herunterzieht.
Je nach Zustan der Randkluft wählt man den Einstieg in das Couloir. Bei offenem Bergschrund erleichtert ein Fixseil (wenn es dann nicht schon wieder weit oben in den Felsen hängt...) im östlichen Schrundbereich den Übergang wesentlich. Links haltend zu einem Felskopf und weiter ansteigend über eine kurze Stufe in das Couloir. Ab hier bestimmen fix montierte Eisenstangen im wesentlichen den Aufstieg. Im Couloir aufsteigend erreicht man einen markanten Felskopf. Weiter über einen Schnee- oder Schutthang schwach links haltend zum Fuss eines markanten Turms auf halber Couloirhöhe. Der Turm wird links in einer Rinne umgangen (Steinschlag). Rechts haltend steigt man auf dem sich vom Turm hinaufziehenden Schuttrücken auf und gelangt über eine kurze STufe in den Sattel im obersten Teil des NE-Grates. Nun folgt man dem Grat etwas links der Kante zum Gipfel. Im Vorsommer mahnt oft eine grosse Wächte zur Vorsicht.


(aus SAC-Clubführer Oberlpstock - Windgällen von Fullin/Banholzer)